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Farben feiern, Welten verbinden: Kimyans neues Album Coloria
Zart in die Farbe gehen: Mit Coloria legt Kimyan (fka Kimyan Law) ein bunt leuchtendes, funkensprühendes Statement seiner musikalischen Metamorphose vor. Der Produzent und Multiinstrumentalist präsentiert sich auf seinem vierten Studioalbum offener und expressiverdenn je und zeigt sich starren Genrelogiken weitgehend entwachsen. Was dabei zur Entfaltung gelangt, ist eine Klangsprache, die zugleich geerdet und dynamisch wirkt. Coloriamarkiert zweifellos den vorläufigen Höhepunkt der kreativen Vision des Wiener Multitalents.
Von mehrmaligen Aufenthalten in Lubumbashi, der zweitgrößten Stadt der DR Kongo, inspiriert, lässt Kimyan auf dieser LP seine Wurzeln klanglich unmittelbarer als zuvor zur Geltung kommen. Anstatt sie – wie in früheren Arbeiten – subtil in experimentelle Bassmusik-Spielarten zu überführen, rückt er nun ihre authentische Kraft klar ins Zentrum. „Für mich war das ein großer Schnitt“, erklärt er und bezieht sich auf den im Vergleich zu früheren Arbeiten noch umfassenderen Einsatz traditionell afrikanischer Instrumente sowie das damit einhergehende, noch intuitivere Arbeiten. „Auf den ersten Alben war meine Musik noch sehr verkopft. Ich wollte unbedingt etwas beweisen, meine Klangästhetik erforschen und meinen Ausdruck pushen. Jetzt setze ich mich einfach hin, drücke auf Record und spiele Sachen ein – das macht mich frei.“
Coloria ist durchzogen von einem ausgeprägten und unwiderstehlichen Spürsinn für das Unmittelbare, für den flüchtigen, goldenen Moment, in dem Technik und Gefühl harmonisch ineinandergreifen. Hier hat es Perkussives und Polyrhythmisches, Field Recordings undEinflüsse aus Zentral-, Nord-, Ost- und Subsahara-Afrika, aus Europa und Ostasien – sowienicht zuletzt eine Affinität für Pop: „Ich bringe jetzt einfach wirklich alles ein, was mir wichtig ist.“
Im Kern präsentiert sich Coloria als hochgradig autobiografisches Werk, das Themen wie Herkunft und Heimat als kreativen Impuls nutzt. „Ich habe eben sowohl kongolesisches als auch österreichisches Kulturgut in mir“, betont der Musiker. Der Weg von Analyse zu Improvisation ist im Songmaterial stets spürbar und führt zu wunderbar unvorhersehbaren Ergebnissen: „Es kann vorkommen, dass man ein Stück an einem Punkt anfängt und am Ende ganz woanders rauskommt.“ An manchen Stellen versinkt man in smoothen Klanglandschaften, die Tagträume zu begleiten vermögen, an anderen geht es ostentativ energiegeladen und überschwänglich zu –pulsierendes Leben, das durch die zur gleichen Zeitweit geöffneten Fenster hereinströmt.
Im Einklang mit der musikalischen Weiterentwicklung kommt auch visuell eine markante neue Identität ins Spiel. Das erneut von Kimyan selbst gestaltete Artwork setzt auf leuchtende, satte und expressive Farben. „Die Palette ist nicht mehr matt und zurückhaltend, sondern bewegt sich nun in einem warmen, erdigen Spektrum, wie es in zentralafrikanischen Kulturen häufig anzutreffen ist“, so der Künstler. In diesem Sinne darf Coloria ausdrücklich auch als multisensorisches Gesamtkunstwerk verstanden werden, in dem Musik und Ästhetik zu einer kraftvollen Erzählung verschmelzen.
Zwischen Emotion und Experiment, Songstruktur und Spontaneität ist Coloria das progressivste, vielschichtigste und persönlichste Album, das Kimyan je geschaffen hat. Weil es sich letztlich darin versteht, viele Stimmen zu einer einzigen zu bündeln: seiner eigenen. Diese warmen, satten und hoffnungsvollen Zeugnisse der breiten Vielfalt an Gefühlen und Farben wollen nicht nur gehört, sie wollen erlebt werden.
[Christoph Prenner]
Destination: [ + + + ]
A new home for Kimyan Law’s creations. Less of a label. More of an entire universe.
An ever-growing, evolving map of sounds, emblems, elements and biomes. A place with its own lore and language – a con-lang developed by Kimyan himself that’s rife in references from Swahili to Dutch via German, French, Latin and beyond. A place of tribes who have their own dialect and cultures. A place that’s neither set in the past or the future but completely rooted in nature. It’s a place that’s entirely familiar to our souls, but vastly different to the western world we see with our eyes.
The clues have always been there from the very beginning, coded into everything he’s created from the very start; from the concepts to his unique face markings, from the artwork to the individual sounds he uses in each track, from the titles to the little easter eggs buried deep into each of his three albums so far. Everything is connected. Everything has meaning and purpose. The more you listen, the more you find.
The more Kimyan explores and builds this unique universe, the more he finds, too. A vast traverse of drum & bass, UK garage and cinematic scoring techniques, Kimyan Law’s music and art allows him to understand his own place in the world as a Congolese Austrian, a grey child forever torn between two tribes, two histories, denied connection with his family and motherland due to years and years of war. Strong themes of tension, passion, yearning and faith have drawn Kimyan to this point. But so far he’s just been drawing the maps… Now it’s time to temporarily transcend to this universe and meet the people. Art imitating life; Kimyan’s universe is not a utopia. Silence and callousness have reigned for too long amongst the tribes. Can Kimyan’s music create a sense of harmony and peace?
Only time will tell. It starts here with ‘Xylo’, an EP that depicts the Tribe Of The Woodland. Their fierce attitude, their intricate craftsmanship and their resourcefulness is all reflected in the sounds, pace and energy of this first in a series of EPs. More tribes will make themselves known as the year unfolds.
Kimyan’s first release since 2019’s critically acclaimed album ‘Yonda’, the ‘Xylo’ EP was written during some of his most productive and prolific periods of flow state to date, during a time where he finally met his family for the first time in over 10 years and spiritually reconnect with the places and people who mean the most to him. You can hear it in his music, you can feel it in his universe; [ + + + ] marks the start of a whole new creatively ambitious journey for Kimyan and a whole new immersive adventure for us, the listeners.
[ + Bon voyage + ]